Schandelah bereitet Storchennest für mögliche Ansiedlung vor
Gemeinschaftsaktion auf der Ausgleichsfläche Hasselrode – Auf die richtige Nestpflegekommt es an.
Schandelah – In einer spontanen Naturschutzaktion haben Ortsbürgermeister Daniel Bauschke und Uwe Schmadtke am 29. Mai das Storchennest auf der Ausgleichsfläche Hasselrode für eine mögliche Besiedlung vorbereitet. Unterstützt wurden sie dabei von Beate Bauschke und Wilfried Ottersberg, die den Steiger sicher an die richtige Position einwiesen.
Das Nest war bislang unbewohnt. Damit sich das künftig ändern kann, musste es zunächst fachgerecht hergerichtet werden. „Störche beginnen bereits im Herbst damit, potenzielle Brutplätze für das kommende Jahr zu prüfen. Ein gepflegtes Nest erhöht die Chancen erheblich“, erklärt Ortsbürgermeister Bauschke, der die Aktion aufgrund des trockenen Wetters kurzfristig organisiert hatte.
In rund zehn Metern Höhe füllte Bauschke das Nest mit frischen Holzschnitzeln, die als trockene und stabile Unterlage dienen. Als zusätzliches Locksignal brachte er – wie vom NABU empfohlen – etwas Storchenkot-Imitat ein. Die weißliche Färbung soll vorbeiziehenden Störchen anzeigen, dass der Standort bereits genutzt wurde und somit sicher ist.
NABU: Worauf es beim Herrichten eines Storchennestes ankommt
Der Naturschutzbund (NABU) weist darauf hin, dass Störche ihre Nistplätze sehr bewusst auswählen. Für eine erfolgreiche Ansiedlung müssen daher mehrere Punkte beachtet werden:
- Saubere Nestbasis: Alte, feuchte oder verrottete Materialien sollten entfernt werden, um Parasiten und Fäulnis zu vermeiden.
- Neue Füllung: Holzschnitzel oder Stroh sorgen für eine trockene, stabile Unterlage.
- Sichtbare Aktivität: Weißliche Kotspuren gelten als wichtiges optisches Signal für Störche.
- Rechtzeitige Vorbereitung
Dank an alle Unterstützer
Ortsbürgermeister Bauschke zeigt sich dankbar für die spontane Hilfe:
„Mein herzlicher Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, die heute so kurzfristig mit angepackt haben. Dieses Engagement zeigt, wie sehr der Naturschutz in Schandelah von der Gemeinschaft getragen wird.“
Mit der nun erfolgten Vorbereitung stehen die Chancen gut, dass sich im kommenden Jahr ein Storchenpaar für Schandelah entscheidet.


