Heimatstube soll nach Schandelah zurückkehren
SPD-Fraktion greift historisches Thema erneut auf und beantragt Prüfung einer Wiedereinrichtung
Die SPD-Fraktion im Ortsrat Schandelah setzt sich für die Rückkehr der Heimatstube in den Ort ein. Mit einem Antrag zur nächsten Ortsratssitzung am 13. August 2026 soll die Gemeindeverwaltung prüfen, ob beispielsweise im bisherigen Feuerwehrgerätehaus nach dem Umzug der Feuerwehr geeignete Räume für eine neue Heimatstube zur Verfügung gestellt werden können. Dabei sollen das bereits vorhandene Fotoarchiv sowie weitere historische Dokumente und Erinnerungsstücke aus der Bevölkerung einbezogen werden.
Der Vorstoß knüpft an eine Entwicklung an, die bereits vor mehr als 16 Jahren im Ortsrat intensiv diskutiert wurde. Im Februar 2010 musste sich der Ortsrat mit der Zukunft der damaligen Heimatstube befassen. Hintergrund war die Entscheidung, die Räume in der Alten Schule aufgrund des steigenden Platzbedarfs der Grundschule künftig als Klassenräume zu nutzen. Da die Heimatstube bis zum 1. Juli 2010 geräumt werden sollte, beschloss der Ortsrat damals, die Sammlung in einen externen Ausstellungsraum zu verlegen. Gleichzeitig betonten die Ratsmitglieder ausdrücklich, dass die Verlegung „keinesfalls der Wunsch des Ortsrates“ sei und die Heimatstube als erhaltenswert angesehen werde.
Mit dem aktuellen Antrag will die SPD-Fraktion nun die Voraussetzungen schaffen, historische Zeugnisse der Dorfgeschichte wieder stärker im Ort sichtbar zu machen. Viele Bürgerinnen und Bürger bedauerten nach Auffassung der SPD, dass Fotos, Erinnerungsstücke und historische Utensilien seit der Verlagerung nicht mehr in Schandelah selbst zugänglich gewesen seien. Zudem gebe es nach wie vor zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohner, die über historische Dokumente und Gegenstände verfügen und diese einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren würden.
Die SPD-Fraktion betont, dass die Wiedereinrichtung einer Heimatstube nicht nur der Bewahrung historischer Gegenstände dienen soll. Vielmehr gehe es auch darum, die Ortsgeschichte für kommende Generationen erlebbar zu machen und einen Ort der Begegnung und Erinnerung zu schaffen. Deshalb sollen neben dem Ortsheimatpfleger auch interessierte Bürgerinnen und Bürger frühzeitig in die Planungen einbezogen werden.
Sollte die Prüfung positiv ausfallen, könnte Schandelah damit an eine lange Tradition der Heimatpflege anknüpfen. Gleichzeitig würde ein Wunsch aufgegriffen, der bereits bei der Verlegung der Heimatstube im Jahr 2010 deutlich geworden war: historische Zeugnisse der Dorfgeschichte möglichst im eigenen Ort zu bewahren und zugänglich zu machen.
Bildunterschrift: KI-Entwurf einer eigenen Heimatstube in Schandelah

