Erzählcafé: Nie wieder Krieg!
Der Zweite Weltkrieg und seine Folgen: Wie sich Kriegskinder erinnern
Am 28. April lädt das Museum Friedland um 15 Uhr zur nächsten Runde seines Erzählcafés in das Foyer des Museumsneubaus ein.
Wie erinnert die Kriegsgeneration die Schrecken des Zweiten Weltkriegs und dessen Folgen und was bewegt die Kriegsenkel, sich mit dem Erbe der Erinnerungen auseinanderzusetzen? Was bedeutet es für die nachfolgenden Generationen, heute an die Vergangenheit zu erinnern?
Angesichts der anhaltenden Kriege und Konflikte, der spürbaren Bedrohung der Menschenrechte und demokratischen Werte unserer Gesellschaft regen sich Sorgen und Ängste auch bei der Erlebnisgeneration, dass sich die Schrecken des Zweiten Weltkrieges wiederholen. „Nie wieder Krieg!“ lautet ihre Botschaft.
Auf der anderen Seite gibt es ein wachsendes Bedürfnis der nachkommenden Generationen, sich mit der eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen, überlieferte Familiennarrative zu hinterfragen und sich darüber auszutauschen und vielleicht das, worüber die eigenen Eltern oder Großeltern geschwiegen haben, hervorzuholen.
Vor diesem Hintergrund ist das Erzählcafé entstanden, um einen sicheren Raum zu schaffen, in dem Erinnerungen zugelassen werden und respektvoller Austausch möglich ist mit dem Ziel, ein Zeichen für Verständnis und Versöhnung zu setzen.
Bei unseren ersten Treffen standen die Erzählungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen im Zentrum, die von ihren Erlebnissen auf der Flucht und der ersten Zeit des Ankommens berichteten. In anschließenden Gesprächen und Nachfragen aus der Gruppe entstanden höchst interessante Diskussionen z. B. rund um den Begriff Heimat, was er bedeutet und ob es überhaupt eine Heimat gibt.


