Permakultur erleben: Projekt SelbstFairSorgt sucht neue Mitstreiter
Offener Gartennachmittag am Freitag, 29. Mai , in der Kleingartenkolonie Haferkamp in Varel
Wie kann gemeinschaftliches Gärtnern funktionieren? Was steckt hinter Begriffen wie Mulchen, Heubeet oder Hügelbeet? Und warum interessieren sich immer mehr Menschen für Permakultur? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Projekt „SelbstFairSorgt“ unter dem Dach der Agenda Varel – und möchte nun neue Menschen für die Mitarbeit gewinnen.Zu einem offenen Gartennachmittag lädt das Team deshalb am Freitag, 29. Mai um 16 Uhr in die Kleingartenkolonie Haferkamp in Varel ein. Die Ausschilderung ab dem Parkplatz weist den Weg zum Garten.
Der Gemeinschaftsgarten versteht sich nicht nur als Ort zum Anbauen von Gemüse oder Kräutern. Vielmehr geht es den Beteiligten um einen nachhaltigen Lern- und Begegnungsort für Menschen jeden Alters. „Viele kennen heute zwar Begriffe wie Nachhaltigkeit oder Klimaschutz, haben aber kaum Gelegenheit, praktische Erfahrungen zu sammeln. Genau dafür wollen wir Raum schaffen“, erklärt Projektverantwortliche Tanja Schibille.
Besonders angesprochen seien auch Menschen, die keinen eigenen Garten besitzen, sich aber trotzdem gern mit Natur, Gartenbau und nachhaltigem Leben beschäftigen möchten. Der Gemeinschaftsgarten biete die Möglichkeit, gemeinsam aktiv zu werden, Wissen auszutauschen und eigene Erfahrungen zu sammeln – unabhängig davon, ob zuhause ein Garten vorhanden ist oder nicht.
Im Mittelpunkt steht dabei die Permakultur – eine naturnahe Gartenbauweise, bei der natürliche Kreisläufe genutzt werden. Statt gegen die Natur zu arbeiten, sollen Boden, Pflanzen, Tiere und Menschen möglichst sinnvoll zusammenwirken. Methoden wie Mulchen, Heubeete oder Hügelbeete helfen dabei, Wasser zu sparen, den Boden zu schützen und langfristig fruchtbar zu halten.
Doch das Projekt soll mehr sein als ein klassischer Kleingarten. Gesucht werden Menschen, die Lust haben, gemeinsam Ideen zu entwickeln, Veranstaltungen zu organisieren oder praktische Erfahrungen im Garten zu sammeln. Vorkenntnisse seien ausdrücklich nicht erforderlich. „Niemand muss Gartenprofi sein. Wichtig ist vor allem Interesse daran, gemeinsam etwas aufzubauen und voneinander zu lernen“, betonen alle nachdrücklich.
Dabei richtet sich das Angebot bewusst an ein breites Publikum: Familien, junge Erwachsene, ältere Menschen, Naturinteressierte oder Menschen, die nach einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung suchen. Auch wer einfach erst einmal schauen möchte, sei willkommen.
In der Vergangenheit gab es bereits kleinere Bildungsprojekte, unter anderem mit einer Schulklasse. Zudem bestehen Kontakte zu weiteren Vereinen und Initiativen. Perspektivisch könnte der Garten wieder stärker als Ort für Workshops, Mitmachaktionen oder Umweltbildung genutzt werden.
Die Projektgruppe hofft nun auf neue Impulse und zusätzliche engagierte Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Denn viele Ideen seien vorhanden – für deren Umsetzung brauche es jedoch Menschen, die bereit sind, das Projekt aktiv mitzutragen.
„Gerade in Zeiten, in denen viele Menschen wieder stärker nach Gemeinschaft und praktischen Erfahrungen suchen, kann so ein Garten ein wichtiger Ort werden“, so Ingo Kloiber vom Team. Der Gemeinschaftsgarten solle zeigen, dass nachhaltiges Handeln nicht kompliziert sein müsse, sondern auch Freude machen und Menschen zusammenbringen könne.
Weitere Informationen und wer sich gerne anmelden möchte:
info@agenda-varel.de oder telefonisch unter 04451/8034711.
Oder einfach vorbeikommen.

