[Amtlicher Beitrag] Mahnfeuer nach Wolfsattacken: Nerven liegen bei Anwohnern und Tierhaltern blank

Immer wieder kam es in den vergangenen Wochen zu Wolfsangriffen auf Schafe und Rinder in der Region. Dutzende Tiere kamen dabei ums Leben. Mit Mahnfeuern machten Landwirte am Freitagabend auf ihre Situation aufmerksam.

Bundesweit gab es hunderte Mahnfeuer, mit denen Landwirte auf die zunehmende Gefahr durch Wolfsrisse hinweisen wollten. Im Landkreis Stade wurden unter anderem in Balje, Freiburg, Blumenthal, Götzdorf, Horneburg und Ahlerstedt Mahnfeuer entfacht. Zusammen mit Oldendorf-Himmelpfortens Samtgemeindebürgermeister Holger Falcke besuchte Landrat Kai Seefried das Mahnfeuer auf dem Hof Steiner in Blumenthal. Dort kamen rund 100 Menschen zusammen.

Im Gespräch mit Nutztierhaltern und Anwohnern erfuhren sie aus erster Hand von der angespannten Stimmung in den Dörfern. Insbesondere an der Oste liegen bei vielen Menschen die Nerven blank. Die Tierhalter berichteten von Wolfsspuren an Pferde- und Rinderkoppeln und von nächtlichen Sichtungen. Pferdehalter erzählten, dass sie sich abwechselnd die Nächte im Auto um die Ohren schlagen, um ihre Tiere nicht aus den Augen zu lassen.

Von Hilflosigkeit war in den Gesprächen die Rede, von Existenzängsten – und von fehlender politischer Unterstützung. Einer vom Landkreis Stade angestrengten Entnahme jenes Problemwolfs, der vor über einem Monat für 55 tote Schafe bei Gräpel verantwortlich ist, stimmt das zuständige Landesumweltministerium bisher nicht zu. In den vergangenen Tagen gab es indes Berichte über zwei neue Wolfsrudel im Kreisgebiet – im Bereich Oldendorf und im Raum Kehdingen.

Auf Zustimmung stieß die klare Haltung des Kreistages, der in der vergangenen Woche in einer einstimmig verabschiedeten Resolution ein regional differenziertes Bestandsmanagement gefordert hat.

Quelle: Landkreis Stade

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